Container-Direktinvestments: Sinnvolle Ergänzung eines breit aufgestellten Anlageportfolios

Gerade in Niedrigzinszeiten stellen Sachwertanlagen interessante Ergänzungen des Anlageportfolios dar. So gut wie unverändert sorgen bereits seit ihren Anfängen Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Container auch heute millionenfach dafür, dass Waren weltweit sicher verpackt und vor Witterungseinflüssen geschützt, an ihr Ziel gelangen.

Sachwert „Container“: Attraktive Option als Sachwertanlage

Gerade in Niedrigzinszeiten stellen Sachwertanlagen interessante Ergänzungen des Anlageportfolios dar. So gut wie unverändert sorgen bereits seit ihren Anfängen Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Container auch heute millionenfach dafür, dass Waren weltweit sicher verpackt und vor Witterungseinflüssen geschützt, an ihr Ziel gelangen. Ihre Lebensdauer liegt bei 12-15 Jahren und auch am Ende dieses Lebenszyklus lassen sich Verwendungsmöglichkeiten für ausgemusterte Container finden. Beispielsweise als Lagerbehälter, Werbeträger oder Unterkünften jeglicher Art.

Der Welthandel ist containergebunden

Der weltweite Bedarf an Containern ist hoch und seit Jahren zunehmend. Der Containermarkt verfügt daher aktuell über gut funktionierende Angebots- und Nachfragemechanismen. Bei sinkender Nachfrage, etwa weil die Konjunktur leicht rückläufig ist, passen die Produzenten die Produktionsmengen entsprechend der verringerten Nachfrage an. So soll der Markt schnell wieder ins Gleichgewicht kommen und die Preise können stabilisiert werden. Der Containerbedarf der Reedereien steigt mit den immer größeren Frachtern. Um den reibungslosen Ablauf ihrer Logistikketten sicherzustellen, mieten die Logistikunternehmen ganze Flotten an Containerboxen hinzu. Rund 52 Prozent der derzeit über 39 Millionen Containereinheiten weltweit sind Mietcontainer – Tendenz weiterhin steigend.

Aktuell florierender Containermarkt

Derzeit befindet sich der Containermarkt in guter Verfassung. Die Auslastungsquoten, insbesondere der Mietcontainerflotten, befinden sich seit Monaten auf sehr hohem Niveau. Branchendienste dokumentieren für das erste Quartal 2018 eine Flottenauslastung von 96,5 Prozent. Neu- und Gebrauchtcontainerpreise sowie die Containermieten sind seit Mitte 2017 auf hohem Niveau konstant und führende Reedereien, Logistikfirmen und Containermanager rechnen mittelfristig nicht mit nennenswerten Veränderungen. Derzeit kann allerdings nicht abgeschätzt werden, wie die aktuellen politischen Entwicklungen, z.B. die Einführung von „Strafzöllen“ und ein drohender „Handelskrieg“ der USA mit den wichtigen globalen Wirtschaftsräumen, sich auf den Welthandel auswirken werden. In diesem Zusammenhang könnte es zu einer signifikanten Abschwächung des globalen Handelsvolumens kommen, wodurch auch die Nachfrage nach Containern negativ tangiert werden könnte.

Container-Direktinvestments als Lösung diverser Anlagebedürfnisse

Anleger können mit Container-Direktinvestments zur Zeit attraktive, kalkulierbare Renditen erzielen und zusätzlich von einer Reihe weiterer Vorteile dieser Anlageklasse profitieren: regelmäßige Auszahlungen, überschaubare Laufzeiten und ein verständliches Produktkonzept. Sollte sich der Welthandel aber nachhaltig vom Wachstum verabschieden, besteht die Gefahr, dass die gewählten Partner nicht mehr in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen und es so zu reduzierten oder ausbleibenden Mieteinnahmen für den Anleger kommen kann.

Nachvollziehbares Anlagekonzept

Das Anlagekonzept des Container-Direktinvestments ist schnell erklärt: Anleger erwerben vom Emittenten die gewünschte Anzahl an neuen, neuwertigen oder gebrauchten Containern und vermieten ihm diese für die gesamte Laufzeit zurück. Der Emittent wiederum vermietet die Container über Containerleasinggesellschaften an führende Transportunternehmen und Reedereien. Die Anleger sollen einen monatlichen Mietzins erhalten, der regelmäßig, in der Regel vierteljährlich, ausbezahlt werden soll. Am Ende der Laufzeit (üblicherweise drei bis fünf Jahre) wird der Emittent bei planmäßigem Verlauf der Anlage, den Container zurückkaufen. Auf diese Weise können die Anleger auf ihr eingesetztes Kapital eine vorab kalkulierte jährliche Rendite erhalten, denn der Kaufpreis, der Mietzins und der Rückkaufpreis stehen bereits bei Abschluss des Direktinvestments fest. Obgleich der Container robust konstruiert wurde, kann dieser während der Nutzung demoliert werden oder abhanden kommen, wodurch die Rückzahlung minimiert werden kann oder gar ganz ausbleibt.

Worauf Anleger bei der Auswahl von Container-Direktinvestments achten müssen

Anleger sollten nicht „die Katze im Sack kaufen“, sondern nur Angebote berücksichtigen, die konkret vorhandene Container beinhalten, die idealerweise zum Investitionszeitpunkt auch schon vermietet sind. Im eigenen Investitionsinteresse sollten Anleger darauf achten, ob der Anbieter ausreichende Informationen zur Verfügung stellt, bspw. regelmäßige Leistungsbilanzen bzw. sonstige Lagerberichte publiziert und bereitwillig Auskunft zu allen Fragen rund um das Produkt bzw. zu Partnern und ihrem Unternehmen gibt. Trotzdem kann auch Transparenz bei einem unternehmerischen Anlagebaustein niemals vollkommene Sicherheit bieten, dass die prognostizierten Ergebnisse auch eintreten werden und der Anleger keine Kapitalverluste erleidet.
Grundsätzlich ist es für Anleger eher schwer zu beurteilen, ob die im Angebot genannten Kaufpreise sowie die Miet- und Rückkaufprognosen in Bezug auf das reale Preisniveau marktkonform sind. Es ist jedoch nicht gänzlich unmöglich, sich einen Überblick über die Situation am Containermarkt zu verschaffen. Gerne unterstützen Sie die Finanzberater der FiNUM bei der Auswahl. Wir stehen Ihnen hierfür gern zur Verfügung.